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Lass dich ganz im Leben sein

Ja, der Duft von einer Blume und der Klang von einem Kind.

Ja, das Schmecken einer Traube und das Lauschen nach dem Wind.

Ja, das Sinnen nach den Wolken und das Steigen in den Fluss.

Ja, das Schauen in die Ferne und das Warten auf den Bus.

 Refrain

Lass dich ganz im Leben sein und sei es nur ein Augenblick.

Und scheint das alles winzig klein, du, das Leben ist in keiner Zeit -

denn auch ein Augenblick ist Ewigkeit.

 

 Ja, das Schlendern durch die Straßen und das Sitzen im Café.

Ja, das Hören auf die Worte und das Kommen der Idee.

Ja, die Welt auch hier bewegen und zu wissen, es hat Sinn.

Ja, das Paradoxe denken und verlieren mit Gewinn.

Refrain

 Ja, das Strahlen mit der Sonne und das eins Sein mit dem Licht.

Ja, die Dunkelheit durchdringen, weil die Hoffnung sonst zerbricht.

Ja, den vollen Mond bewundern, wie er Stärke weitergibt.

Ja, das alles nur empfangen und dann zeigen, dass man liebt.

 

 

 

Ich bin ein Gast auf Erden

Ich bin ein Gast auf Erden

und hab heut ein Quartier.

Doch was wird morgen werden,

wie lange bleib ich hier?

 

Was ist ein Menschenleben

und wie lang dauert‘s an?

Will ich an allem kleben,

da ich nichts lassen kann?

 

Doch ist das ganze Leben

kurz wie ein Wimpernschlag,

ein Nehmen und ein Geben

und sein in jedem Tag.

 

Und dennoch weiter gehen,

nicht fragen nach der Zeit,

ganz blind das Jenseits sehen,

ohne Begrifflichkeit.

 

Ich möchte auch verweilen

in diesem Augenblick,

nicht durch das Leben eilen

und hecheln nach dem Glück.

 

Ich lasse mich beschenken

und schenke wieder aus,

will nicht an Nutzen denken,

nicht leben im Voraus.

 


Mich trägt eine kleine Feder        

                              

Mich trägt eine kleine Feder,

sie kennt kein‘ Sinn und Verstand.

Sie trägt mich ohne Mühe, 

ganz sanft und elegant.  

                              

Die Feder nimmt mich mit Wonne,  

erfasst mich mit Haut und Haar.  

Es ist ihr ein Verlangen,

sie ist ganz rein und klar.   

               

Die Feder hat keine Fragen,

sie kennt kein Schwarz und kein Weiß.  

Sie lebt ganz einfach das Leben,

voll Kraft und doch ganz leis.

               

Sie kennt auch kein Gut und Böse,

sie ist eben einfach da  

und hat mich aufgenommen,

wer weiß, wie es geschah.  

               

Mich trägt eine kleine Feder

                                mit aller Wahrhaftigkeit.                                 

Ich muss nichts mehr begreifen,

es schwindet alle Zeit.